Karenz und Wiedereinstieg

Nicht jede Frau sieht sich nach der Elternzeit in der Situation, dass sie in ihre alte Anstellung zurückkehrt. Besteht der alte Arbeitsvertrag noch, erhebt die Berufsrückkehrerin den Anspruch auf eine gleichwertige Position. Häufiger erhalten Frauen befristete Verträge und befinden sich nicht in der Lage, in den alten Beruf zurückzukehren. Zu diesem grundsätzlichen Problem kommen

  • die fehlenden Angebote für die Kleinkind-Betreuung,
  • die veralteten Kenntnisse sowie
  • der abgerissene Kontakt zum Arbeitsmarkt.

Daher empfehlen Wiedereinstiegstrainer, dass sich Frauen rechtzeitig mit dem Thema Wiedereinstieg beschäftigen.

Verhalten gegenüber alten oder potenziellen Arbeitgebern

Besteht der alte Arbeitsvertrag noch, bemüht sich die Frau am besten um andauernden Kontakt mit ihrem Arbeitgeber. Sie bringt sich bei internen Schulungen oder Vertretungen ein. Das verhindert, dass ihre Kenntnisse veralten und sie beim Unternehmen in Vergessenheit gerät. Die Elternzeit dauert bis zu drei Jahre. Es besteht die Möglichkeit, bis zu 30 Wochenstunden in Teilzeit während der Elternzeit zu arbeiten.

Damit hängt die Auseinandersetzung über die genauen Konditionen des Wiedereinstiegs zusammen. Art des Beschäftigungsverhältnisses, der Betreuung der Kinder und Flexibilität klären die Frauen frühzeitig. Das verleiht ihnen für die Verhandlungen mit neuen und alten Chefs Sicherheit.

Alte Stärken vertreten und neue Stärken entwickeln

Wiedereinsteigerinnen vertreten ihre Stärken selbstbewusst. Eine hohe Qualifikation erleichtert eine berufliche Rückkehr, da es in vielen Branchen an Fachkräften mangelt. Befasst sich eine Frau schon während der Elternzeit intensiv mit dem Wiedereinstieg, beweist das ihr Engagement und ihre Motivation. Die Organisation von Haushalt und einem bis mehreren Kindern zeigt dem Arbeitgeber zudem die soziale Kompetenz und Stress-Resistenz der Frau.

Im Falle einer geplanten Rückkehr in das Berufsleben ohne noch bestehenden Arbeitsvertrag helfen die Agentur für Arbeit und andere Weiterqualifikations-Programme. Seit einigen Jahren verfügt die Arbeitsagentur über spezifische Ansprechpartner für Frauen, die ihren Wiedereinstieg planen.

Bei einem frühzeitigen Termin beraten die Mitarbeiter der Arbeitsagentur über die Schritte, die die Mutter für den Wiedereinstieg benötigt. Dann nimmt sie an Orientierungskursen über Berufsfelder und Trainingsangeboten teil. In Voll- oder Teilzeit absolvieren die Wiedereinsteigerinnen spezielle Programme, die sechs Monate bis ein Jahr dauern.

Beim Auffrischen von Qualifikationen für den Wiedereinstieg eignen sich Sprachkurse gut. Eine Fremdsprache erlernen, eröffnet neue Möglichkeiten in der Berufswelt. Linguista bietet Sprachkurse und Sprachaufenthalte für Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und viele weitere Sprachen. Sprachkurse gibt es auch für die ganze Familie.